Sonntag, 11. Oktober 2015

6.10.2015 Kayseri - Karawanserei Saruhan - Rotes Tal - Uchisar - UranosSarykaya (Folklore-Show)

Wir besichtigen am Vormittag Kayseri, das antike Caesarea und noch frühere Mazaka, das östliche Tor Kappadokiens und boomende Industriestadt mit heute 1,2 Mio. Einwohner (1973 waren es noch 170.000). Zuerst besuchen wir das runde Mausoleum Döner Kümbet aus dem 14. Jahrhundert. 

Anschließend den Hunat (Huand) Hatun Komplex, der von Mahberi Hatun, Frau des Seldschukensultans Aladdin Keykubad und Mutter von Sultan Gryaseddin Keykubad des II., 1238 gestiftet wurde. Die Anlage besteht aus einer Moschee, einer Medresse, einem Hammam und allem was zu einer Moscheeanlage gehört. 

Das Mausoleum der Gründerin Mahberi Hatun und ihr prachtvoller Sarkophag mit Särgen Verwandter


Die Bürüngüz- Moschee

Gegenüber befindet sich die trotzig aussehende Zitadelle - erbaut im  sechsten Jahrhundert von Kaiser Justinian - und die Stadtmauer mit mehreren Ringen, die heute den Basar beherbergen. 


und der Cumhuriyet Meydani, der Platz der Republik mit dem Uhrturm und dem Reiterdenkmal von Atatürk

In der Medrese genehmigen wir uns einen Kaffee

dort befinden sich heute auch kunsthandwerkliche Geschäfte. Unser Reiseleiter Ali erklärt uns die EBRU Maltechnik


Wir verlassen Kayseri wieder in Richtung Göreme und besuchen am Weg die seldschukische Karawanserei Saruhan (Gelber Hahn)  aus dem 13. Jh. 
Weiter geht's in das Kizilcukur, in das für mich abenteuerlich gewordene Rote Tal 
Den Abschluss bildet heute der Burgfelsen von Uchisar. Der 1000 Einwohner zählende Ort Uchisar wird dominiert vom 60m hohen, von zahlreichen Gängen und Räumen durchzogenen Felsen. Sie dienten in byzantinischer Zeit auch als Kloster. Ursprünglich lebten etwa 1.000 Menschen in diesem Felsen.
Endlich ist den Gipfel erstürmt
Das Ortsbild wird von zahlreichen weiteren Feenkaminen aus Tuffstein geprägt
Als Überraschung steht heute nach dem Abendessen noch der Besuch einer Folklore-Show auf dem Programm
Für uns endet aus einem traurigen Anlass leider hier die Reise. 
Zum Schluss noch eine kurze Vorstellung der Reisegruppe nach der Platzierung in der Show:
Von links beginnend Herbert und Gerda mit Tochter Ursula und Brigitte
Ingrid und Herbert, Elisabeth und Peter, der Organisator
Renate, Hans und Evelyn
Theresia, Alois und Ursula
Edith und Karl sowie Christine und Paul (Peter)
Eine bunte, gelungene Runde!!!



Dienstag, 6. Oktober 2015

5.10.2015 Kayseri - Kültepe - Basar von Kayseri

Um 9:30h Abfahrt nach Kayseri und gleich weiter nach Kültepe (Aschenhügel), eine der bedeutendsten Ausgrabungen der menschlichen Zivilisation. Hier beginnen die ersten nachweisbaren Kulturen um 2.500 vC. Die Assyrer waren die wichtigsten Zivilisationsträger. Sie brachten die Schrift, den Bergbau, die Rollsiegel und die Gottesidee aus Mesopotamien nach Anatolien. Auf 1900-1750 vC wird die goldene Zeit des Handels in Kültepe datiert.
Erste Ausgrabungen von Ernest Chantre 1893/4. Seit 1948 wird die Stätte systematisch erforscht. Ab 1880 tauchten Keilschrifttafeln auf mit mehr als 3.000 Texten, als deren Herkunftsort 1925 Kültepe identifiziert wurde. Inzwischen wurden mehr als 23.000 aus mindestens 70 Archiven ausgegraben. Aus den Keilschrifttexten geht hervor, dass der Ort in der mittleren Bronzezeit Kaniš genannt wurde, daher für Kültepe auch die Bezeichnung Kaniš Karum, Karum für Markt oder Handelsniederlassung.
Mörserfunde
Anschließend ging's ins Novotel Kayseri, um 14:00h in die Altstadt Kayseri, mit dem Wahrzeichen der Stadt, dem Uhrturm und das Attatürk-Denkmal, dazwischen eine Moschee und davor der Eingang zum 2. größten Basar nach Instanbul. Für uns eher enttäuschend im Vergleich zu den iranischen Basaren.
Nach dem Basar ging's auf eine Runde Tee in die Medrese






Sonntag, 4. Oktober 2015

4.10.2015 Ihlara-Schlucht-Wanderung - Unterirdische Stadt von Kaymakli

Nach dem Frühstück fahren wir in das gut 100km entfernte Ihlara und wandern 4 km in der Ihlara-Schlucht, dem längsten und tiefsten Canyon in Kappadokien. Er ist 14km lang, bis zu 110m tief - 380 Stufen führen beim Eingang hinab. Im Tal fließt der Melendiz und hält das ganze Jahr über das Tal feucht: Birken, Pappeln und Pistazien. Fruchtbarer Rückzugsort in Kriegszeiten mit Höhlenwohnungen und Höhlenkirchen aus dem 4. Jh.
Wir wandern das Stück zwischen den rot markierten Orten und besuchen am Weg die 'Kirche unter 
dem Baum'. 
Eine sehr schöne Schlucht-Wanderung, auf der wir auch die Schlangenkirche besichtigen 
An unserem Ziel in Belisirma Gesesi nehmen wir das Mittagessen ein, dort holt uns auch der Bus ab
Unser nächstes Ziel ist die 2. größte unterirdische Stadt Kappadokiens, jene von Kaymakli. Sie ist bis zu 8 Stockwerke tief und konnte neben den Menschen in Gefahrenzeiten auch Tiere und Vorräte unterbringen.
Zum Abschluss für heute gibt es einen Stopp mit Blick über Göreme und Umgebung. Einige verkosteten hier Salep, ein hier typisches Getränk.